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Dienstag, 05. Juni 2007

Auf ROCK auf RING
Von khaos-prinzessin1, 22:11

Auf "ROCK auf RING"

Halt! Bevor jetzt irgendwer irgendwas sagt: Ich weiß selbst, dass das" ROCK AM RING" heißt ... Auf Rock auf Ring ist ein Insider... Wieso? Weiß ich nicht mehr
Is auch egal.
Also sag ich jetzt mal...

HERZLICH WILLKOMMEN zum

Bericht by Mademoiselle Karma 
Donnerstag - Der große Anreisetag von 10 total durchgeknallten Freaks. Beim Treffen, welches eigentlich um 8 Uhr geplant war, kamen nur wenige pünktlich, da Mario und ich alle erst einmal einsacken mussten. Somit wurde es halb9. Die Fahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle- zumindest bis zum Nürburgring...
Da standen wir dann stundenlang im Stau, da nicht nur wir so idiotisch waren,Donnerstag anzureisen. Am Zeltplatz angekommen, fing es natürlich (wie sollte es auch anders sein) an zu regnen, sodass wir uns mit dem Aufbau der Zelte und Pavillion beeilen mussten. Dass wir nicht gut schlafen würden, würden wir dann noch herausfinden, denn unser Platz war am Hang gelegen und somit seeeehr ungemütlich. Aber es kommt noch schlimmer... mehr gleich ^^.
Da wir mit vollbepackten Autos ankamen, war kein Platz mehr für die eigentlich wichtigen Sachen, wie Getränken und Nahrung, weshalb wir noch einmal nach Adenau fahren mussten, um uns zumindest für die nächsten 2 Tage einzudecken. Also fuhren 4 wagemutige Leute los (Sven, Henrik, Mario und ich), um die Konsumgüter zu holen. Für Sven war die Einfahrt zum Getränkeladen nicht sichtbar und merkte fast zu spät, wo er hinfahren musste, sodass er mit quietschenden Reifen und nem waghalsigen Fahrmanöver den Weg doch noch fand . Dies bemerkte auch ein Streifenwagen und der Polizist musste den Herrn erst einmal anquatschen, was aber gut ausging, weil Sven über eine sehr gute Argumentation verfügte. Was wir bei unserer Konsumfahrt nicht beachteten war, dass wir zu einer Stoßzeit losgefahren waren, weshalb wir geschlagene 2 Stunden um Anreiseverkehr feststeckten. Manche versüßten sich die Zeit mit "auf der Haube liegen" und andere beschäftigten sich mit einem Gespräch über Autos und den Erwartungen an das Festival. Der Abend verlief feucht fröhlich, aber endete sehr früh für die meisten, da die Strapazen der Fahrt doch enorm waren.Doch 4 Personen hielten doch tatsäclich bis 1 Uhr durch ... und ausnahmsweise, war ich auch mit von der Partie
Freitag: Vom Morgen gibts nicht viel zu berichten, da wir eigentlich nur im Pavillion im Regen dasaßen und damit beschäftigt waren, Würstchen zu grillen, ehe wir uns auf den Weg zum Ring machten. Wie lang der Fußweg dauern würde, war niemanden bekannt und somit gingen wir los und wir mussten feststellen, dass es ein 3/4 Stunden Marsch war, der hauptsächlich nur aus bergauf bestand. Da taten mir schon die Füße weh . Aber nun zu den Bands, die ich an dem Tag gesehen habe....*Programmheft rauskram*
Paramore: Eine etwas unbekannte Band, mit Sängerin, die sichtlich Spass hatte, die Bühne zu rocken. Uns fehlte nur die Motivation, es ihr gleich zu tun. Der Sound war nett und gut, aber das gewisse etwas hat noch gefehlt, aber man kann sich ja immernoch steigern.
Da wir nicht den ganzen Tag vor der Bühne verbringen wollten, machte ich mich mit Mario auf den Weg, das Gelände zu erkundigen. Nach einer kleinen Stärkung kamen wir am Metal Hammer Stand vorbei und konnten doch tatsächlich der Billy Talent Autogrammstunde beiwohnen *g*. Autogramme bekamen wir keine, weil die Schlange lang war, aber wir haben Fotos gemacht! Die Slideshow folgt, wenns soweit ist. Danach machten wir noch Fotos bei der Evanescence Autogrammstunde, ehe wir zur CenterStage zurückkehrten. Zwischendurch hörten wir noch das Abschlusslied von Gogol Bordello - einer abgespaceden Band aus Polen (Polen? Ja, glaub schon), bis wir dann noch des Restkonzert von The Hives aus sicherer Entfernung mitbekamen. Der Kerl von den ging einem mit seinem dummen Gelaber richtig auf die nerven: "Yeah, there are 90.000 The Hives Fans out there ... " " Mindestens -1" dachte ich mir dazu . Die meisten warteten eh auf Billy Talent, Muse und Linkin Park.
Dann trafen wir auf Magnus und Martin und wir prügelten uns sehr weit nach vorn - fast bis zum Wellenbrecher. Da wir aber kaum noch Luft bekamen, missbrauchten wir Magnus, der einen kaputten Fuß hatte(weil ihm 20 Heringe und ein fetter Hammer auf den Fuß gefallen ist ), um an den Rand der Menge zu gelangen.
Billy Talent: Verdammt nochmal war das ne geile Performance. Ich muss gestehen, ich höre Billy Talent selten und finde die auch nicht gerade super mega geil, aber was die da abgeliefert haben, war wirklich erste Sahne. Ich habe gestern einen kleinen Bericht, von deren Auftritt gesehen und ich muss sagen: Im Fernsehn kommt das ganze ja total langweilig rüber.Eigenlich war das doch ganz anders Hat mir sehr gefallen und ich kann nur empfehlen, sich die mal live anzusehen.
Muse: Eine etwas ruhigere Schiene, aber auch der Auftritt hat mir gut gefallen. Schöne Lichtershow und sehr gut rübergebrachte Musik. Konnte leider nicht ganz so viel sehen, wie bei Billy Talent, aber war auch nicht so nötig.
Linkin Park: Das Highlight des Abends glaub. Wir haben uns noch etwas weiter nach vorn gekämpft (selbst wenn unsere Füße schon halb tot waren) und weiter gerockt - mit Verstärkung von Henrik und Caro. Zwischendurch hatte ich nen fetten Durchhänger und dachte, ich kack ab, aber eine Frau gab mir Traubenzucker und schon ging wieder die Post ab! Die Musik der Band war wie immer gut, auch wenn einige Lieder nicht zum Festival gepasst haben.
Danach war es mit den meisten von uns ganz vorbei und sahen uns nicht mehr in der körperlichen Verfassung, um uns noch The White Stripes und Evanescence anzuschauen. Uns graute vor dem Heimweg, ehe wir dann sahen, dass auch Busse fuhren. Ich war glücklich darüber nicht laufen, sondern stehen zu müssen . Danach musste ich auch wirklich ins Zelt auf mein Feldbett, um ein bisschen wenig zu schlafen.
Samstag: Gleicher Anfang, gleiche Taten. Aufstehen, Haare mit Mineralwasser waschen (die Duschen waren soooo weit weg ), Essen machen und versuchen einigermaßen fit auszusehen. Die Dixieklos stanken, weshalb sich der anliegende Wald zum größten Dixiklo der Welt mauserte... Überall Klopapier, welches die Reviere der Besucher markierten. Der Zeltplatz hatte sich schon zu einem Sumpf verwandelt, speziell im Pavillionbereich und auch einige Ausrutscher blieben den Platzbewohnern nicht erspart. Gegen Nachmittag fuhren wir mit dem Bus los und das Gerocke konnte weitergehen, auch wenn wir uns alle mal wieder aus den Augen verloren ,trotz geplantem Treffpunkt und wilder Telefoniererei.
Wolfmother: Hab ich nicht so viel mitbekommen, aber das, was ich gehört hab, war nicht schlecht, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu hektisch. Es war wie wild voranpeitschende Musik mit einer Stimme, die nicht ganz passte. Ich kann mir das schon anhören, aber nicht lange.
Papa Roach: Ebenfalls bei der Autogrammstunde abgelichtet ... Der Auftritt aber war noch das beste. Die Menge tobte und Coby hat sie noch weiter aufs derbste angeheizt. Von den Klassikern, bis zu den neuen Werken war alles dabei und als "Last Resort" als letztes Lied kam, gabs kein halten mehr und die Menge kreischte denen das Lied nur so ins Gesicht. Für geile Stimmung war auf jeden Fall gesorgt.
Killswitch Engage haben wir verpasst ... Die Gründe sind egal. Haben aber dafür Sebi, Sergej und Jens angetroffen, um mit denen weiterzurocken.
Type O Negative: Wurde mir als eine geile Band angepriesen, aber für mich war diese Band irgendwie enttäuschend. Musikalisch nicht das, was ich erwartet habe, zu wenig Einsatz und viel viel zu wenig Kommunikation mit den "Fans". Als dann auch noch was kaputt ging und eine Pause eingelegt werden musste, waren die Leute, die auf Stone Sour warteten, ausser sich. Zumal es auch noch Sachen gab, die man besser nicht sehen wollte, denn während der Pause streckte uns der Keyboarder seinen blanken Arsch entgegen und zog seine Arschbacken auseinander... Das sind so Sachen, wo ich denke, dass sie zu so einem Ort nicht hingehören und die ich nicht wirklich sehen muss.
@Anti: Das Video haben wir trotzdem für dich gemacht.
Stone Sour: Hammergeiler Auftritt und wieder muss ich sagen, dass ich sie kaum kenne, aber sie haben überzeugt. Die richtige Stimmung war da und der Sänger lies es sich nicht nehmen, sich für die Fans richtig ins Zeug zu legen. Pogen, bangen und abrocken war die Devise. Die beste Band des Tages- würde ich mal glatt behaupten - mit Papa Roach zusammen.
Machine Head: Derbst gerockt. War sehr geil, die mal live gesehen zu haben, aber auch hier war das Band zwischen Fans und Band nicht wirklich vorhanden. Es fehlte ein wenig an Motivation zur Kommunikation, aber die Musik war klasse.
Dann versagten meine Füße erneut, weshalb wir uns Slayer nicht mehr angesehen haben. Die Pumpkins haben wir ebenfalls verpasst, aber laut Aussage anderer, waren die wohl auch nicht so super.
Beim Zelt angekommen, sehnte ich mich nur nach einer Prise Schlaf, aber die anderen waren so aufgekratzt, dass sie sich mit den "Nachbarn" zusammentaten, um wie wild dumme Lieder zu gröhlen. Singen konnte man das wirklich nicht nennen. Dann kam noch die Trommel hinzu, sodass meine Ohrstöpsel ihre Wirkung verfehlten und ich langsam aber sicher wütend wurde. Irgendwann kam dann der Punkt, wo ich total angepisst das Zelt verlies um meine Wut abzubauen. Für ein paar Sekunden hab ich allen die Laune verdorben, was mir schon irgendwie leid tut, aber ich denke, dass man den total müden auch mal ein bisschen Verständnis entgegen bringen könnte. Die Haupterzeuger des Lärms haben sich am nächsten Morgen entschuldigt und einem hab ich auch verziehen, aber dem anderen bin ich noch immer böse und bin irgendwie froh, seine Gegenwart jetzt erst einmal nicht mehr ertragen zu müssen, es sei denn, ich lande morgen bei der Arbeit in seiner Abteilung.
Sonntag: Der Platz glich einem Katastrophengebiet - nicht nur der Matsch, sondern auch der Müll breitete sich aus, wie eine riesen Lawine. Es ist ein Wunder, dass wir da drin nicht verreckt sind. Wir waren alle so "megadeth bzw megatot". SLAYER! Dat isn Insider...schwer zu erklären. Wenn ich dies auch täte, wär der Witz an der Sache auch irgendwie nicht mehr lustig. Da die meiste Kraft verbraucht war, beschloss ich, an dem Tag nur 2 Bands zu sehen.
Velvet Revolver: Hab ich nicht gesehen, nur gehört, da wir einer verstörten Debby begegneten, die bei Good Charlotte sowas von megatot gepogt worden war, dass sie rausgebracht werden musste. Zu Velvet Revolver kann ich sagen, dass die Musik nicht übel war, aber auch irgendwie nichts besonderes. Andere behaupteten, dass keine Stimmung aufkam, auch wenn der Sänger alles versuchte, um die Menge anzuheizen. Das war wohl schiefgegangen... dazu später mehr.
Korn: 5 minütige Verspätung und das ohne, dass Jonathan Davis wiederbelebt werden musste . (Das war beim letzten RAR der Kornies so gewesen). Was die abgeliefert haben, lässt sich kaum in Worte fassen. Super Stimmung auf dem Platz und alle hatten sichtlich Spass, als wir uns alle auf die Erde hocken mussten, um im nächsten Moment aufzuspringen und wie doof durch die Gegend zu hüpfen. Die aus der Nähe zu sehen, war so gut wie unmöglich, da sich die Menschen nur so die Luft zum atmen raubten. Die Songs wurden nahezu mitgeKREISCHT . Wer Korn noch nicht live gesehen hat, sollte zusehen, dass sie das auf die Reihe kriegen . Das war mein erstes Mal und ich war begeistert.
Zum Abschluss: Die Ärzte: Wieder so eine Band, die ich selten höre und dessen Liedreportoire mir weitestgehend unbekannt ist. Als die anfingen zu spielen, kochte der Platz und es war uns gar unmöglich geworden, überhaupt einen Platz in der Mitte zu erhaschen. So verzogen wir uns an die Seite und schrien den Monitor nur so laut an, wies nur ging. Mit ihren 31 Liedern (kurz : fast 3 Stunden Spielzeit) haben sie wohl das Beste abgeliefert, was abgeliefert werden konnte. Sie haben viel Müll geredet, aber das hat keinen gestört, weil es gerade so hervorragend sinnlos und witzig war. Die Sitzlaola in allen Varianten war sehr lustig und auch die knien-hüpfen-uh Aktion heizte die Stimmung nur weiter auf. Die ganze Atmosphere zu beschreiben - da fehlen einem irgendwie die Worte. Sehr gelungen der Auftritt , auch wenn ich am Schluss immer mehr das Bedürfnis verspührte, dass sie endlich aufhören sollten.
Zurück am Zeltplatz hockten wir uns um den Grill und genossen die letzten nächtlichen Stunden, wo sich Martin  über Velvet Revolver erzürnte. Er empfand es als Beleidigung, von einem "alten Sack" als "Motherfucker" bezeichnet worden zu sein.
Es ist komisch. Es gab eigentlich keine Band die uns nicht als Motherfucker bezeichnet hat und doch empfindet man das nur bei manchen als beleidigend, auch wenn es nicht so gemeint sein soll. Herrlich war es, dass sich die Ärzte darüber lustig machten und uns als "Mutterficker" bezeichneten und sich über Korns Dudelsackgeplänkel lustig machten.
Debby fing dann nachher noch die Diskussion an, warum Motherfucker? Motherfucker würde sich ja nur auf die Männer beziehen, also sollten die Typis die Frauen wenigstens "Fatherfucker" bezeichnen?
Montag: War einfach nur hmpf ... Es passt auf dem Rückweg nie alles ins Auto. Voll durch. Haben dann auch noch im Stau gestanden und uns alle teilweise aus den Augen verloren und mit der Müdigkeit bekämpft. Nach 7 Stunden Autofahrt kamen wir zwar heil in Holzminden an, aber wir waren sichtlich fertig. Am liebsten wäre ich sofort ins Bett gegangen.
Ich komme langsam mal zum Ende und mach ein Fazit... Ich habe sicher einige Sachen vergessen, oder grad nicht im Sinn, aber diese Sachen sind vllt. auch einfach zu schwer zu beschreiben als zu erzählen.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass dieses Festival wirklich ein Erlebnis für sich ist. Die Bands, die ich gesehen habe, waren weitestgehend super und es hat auch wirklich Spass gemacht, dort gewesen zu sein. Aber einige organisatorische Sachen, wie die Busorganisation, die Kontrollen (immerhin hat einer von uns ungewollt ein Messer mit reingeschmuggelt) und so andere Kleinigkeiten, wie zuwenig Klos und Duschen usw, waren einfach scheiße. Nach 22 Jahren, müsste man das doch hinbekommen, oder nicht? Ausserdem waren mir da zu viele Leute. Man hatte selten gute Sicht und kaum eine Chance sich nach vorn zu arbeiten, um eine Band aus einer guten Entfernung zu sehen. In manchen Situationen hab ich gedacht, dass man sich das auch zu Hause anschauen könnte und somit mehr davon hat. Aber ein Fernseher kann die Atmosphere da wirklich nicht ersetzen. Auf jeden Fall war es ein Erlebnis und ich würd es wieder tun, wenn genug Bands da sind, die ich wirklich erleben will. Wenn ich allerdings woanders auch was haben kann, würde ich eine kleinere Veranstaltung bevorzugen.
Soweit so gut... Die Zivilisation hat mich wieder und ich genieße den Luxus, der mir die letzten 5 Tage verwehrt blieb.
Bin jetzt leider noch krank geworden und auf der Rückfahrt halb zusammengebrochen und eigentlich sollte ich heute wieder arbeiten, aber da ich in Hol geblieben bin, hab ich n Tag drangehängt ...das hätt ich sonst net überlebt.
Werd mich jetzt ausruhen und muss mich moin überraschen lassen, wo ich beier Arbeit lande, denn es wurde angekündigt, dass ich in eine andere Abteilung versetzt werde .
Nun denn, gehabt euch wohl und bis die Tage ...bin jetzt megatot
Fotos folgen noch und so weiter .. NACHTI.

SLAYER *insider*

Ps: Man verzeihe mir meine Rechtschreib-und Grammatikfehler ... Bin halt so psychisch und physisch nicht so ganz auf der Höhe ...

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